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Ausgabe April 2008

Pessimismus ist fehl am Platz

Der Order-Capacity-Index ist auf dem Höchststand – Basisdaten der deutschen Wirtschaft sehr gut


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Andreas Lux - Chefredakteur Beschaffungswelt
Andreas Lux, Chefredakteur Beschaffungswelt

Die University of California in Los Angeles (UCLA) hat mit dazu beigetragen, dass die Rezessionsangst in den USA grassiert. Der renommierte Anderson Forecast der UCLA aus dem Herbst 2007 sieht die US-Wirtschaft am Rande einer Rezession und prognostiziert eine nachhaltige Erholung erst für 2009.

Bereits zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wurde diese negative Einschätzung von den meisten Experten als viel zu pessimistisch kritisiert. Auch nach der Analyse des Bundesamtes für Außenwirtschaft hört sich die Lage viel weniger dramatisch an.

Die US-Wirtschaft könnte in diesem Jahr in eine leichte Rezession abgleiten, aber schon in der zweiten Jahreshälfte soll sich die Konjunktur wieder deutlich erholen.

Dennoch ist nicht nur in den USA das Rezessionsrisiko zu einem großen Thema der aktuellen wirtschaftspolitischen Diskussion geworden. Vergessen wird dabei oft, dass die Fundamentaldaten der europäischen Ökonomien und insbesondere der deutschen Volkswirtschaft sehr gut sind. Wer in dieser Situation von einer Krise spricht oder die dunklen Wolken am Horizont heraufbeschwört, kann sich nicht auf Fakten berufen.

Während die US-Wirtschaft tatsächlich mit Schwierigkeiten auf verschiedenen Feldern zu kämpfen hat, steht die deutsche Wirtschaft sehr gut da. Die Prognosen belegen es. Das ifo Institut schätzt für die Zeit bis zum Jahr 2012 ein Potenzialwachstum von etwa 1,5 Prozent im Jahr.

Der bis 2003 zu beobachtende trendmäßige Rückgang der Wachstumsraten des BIP-Potenzials ist aus Sicht der Forscher damit vorläufig zu einem Stillstand gekommen. Der zu erwartende Bevölkerungsrückgang bis 2012 wird von einer stärkeren Arbeitskräftemobilisierung und der Arbeitszeit überkompensiert werden.

Nach den neuen Zahlen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft wird sich die Konjunktur in Deutschland aufgrund der „Dämpfer aus dem Ausland“ nur vorübergehend abkühlen. Die Binnenkonjunktur ist robust.

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