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14.12.2007

Europa: Entwicklung der Arbeitskosten

Die Arbeitskosten pro Stunde sind in der Eurozone (EZ13, siehe Erklärung unten) im dritten Quartal 2007 nominal mit einer jährlichen Rate von 2,5% gestiegen, gegenüber einem Anstieg von 2,4% im vorigen Quartal. In der EU27 (siehe Erklärung unten) lag die jährliche Steigerungsrate im dritten Quartal 2007 bei 3,7%, nach einem Anstieg um 3,3% im vorangegangenen Quartal.

Die beiden Hauptkomponenten der Arbeitskosten sind Löhne und Gehälter sowie Lohnnebenkosten. In der Eurozone stiegen die Löhne und Gehälter im dritten Quartal 2007 mit einer jährlichen Rate von 2,5%, während bei den Lohnnebenkosten ein Anstieg um 2,2% zu verzeichnen war; im zweiten Quartal 2007 hatten die Steigerungen bei 2,5% bzw. 1,8% gelegen. In der EU27 stiegen die Löhne und Gehälter um 3,8% und die Lohnnebenkosten um 3,1%. Im Vorquartal waren Steigerungsraten von 3,5% bzw. 2,6% verzeichnet worden.

Bei einer Aufschlüsselung nach Wirtschaftszweigen zeigt sich, dass in der Eurozone im dritten Quartal 2007 die Arbeitskosten pro Stunde in der Industrie mit einer jährlichen Rate von 2,5%, im Baugewerbe von 3,0% und im Dienstleistungssektor von 2,4% gestiegen sind. In der EU27 stiegen die Arbeitskosten um 3,4% in der Industrie, um 5,3% im Baugewerbe und um 3,6% im Dienstleistungssektor.

Diese Daten teilte Eurostat, das Statistischen Amt der Europäischen Gemeinschaften, mit.

Von den Mitgliedstaaten, für die Daten aus dem dritten Quartal 2007 vorliegen, zeigten im Jahresvergleich Deutschland (0,9%) und Finnland (1,9%) die geringsten Anstiege. Die im Jahresvergleich größten Zuwächse wurden in Lettland (30,0%), Rumänien (23,2%), Estland (20,6%) und Litauen (20,1%) festgestellt.

Der jährliche Zuwachs bei den Löhnen und Gehältern lag zwischen 1,5% in Deutschland und 29,9% in Lettland. Bei den Lohnnebenkosten reichte die Skala der Veränderungen von -1,0% in Deutschland bis 28,9% in Lettland.

Der Eurozone (EZ13) gehören seit dem 1. Januar 2007 Belgien, Deutschland, Irland, Griechenland, Spanien, Frankreich, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Österreich, Portugal, Slowenien und Finnland an.

Der EU27 gehören Belgien (BE), Bulgarien (BG), die Tschechische Republik (CZ), Dänemark (DK), Deutschland (DE), Estland (EE), Irland (IE), Griechenland (EL), Spanien (ES), Frankreich (FR), Italien (IT), Zypern (CY), Lettland (LV), Litauen (LT), Luxemburg (LU), Ungarn (HU), Malta (MT), die Niederlande (NL), Österreich (AT), Polen (PL), Portugal (PT), Rumänien (RO), Slowenien (SI), Slowakei (SK), Finnland (FI), Schweden (SE) und das Vereinigte Königreich (UK) an.