15.1.2010
Rohstoff-Analysten: Preise sinken
So kann man es auch sehen
Die Indizes im Rohstoffbereich der Beschaffungswelt bilden die Ist-Situation und die Daten der Vergangenheit ab. (Siehe Meldung vom 20.1.). Danach befinden sich die Kurse der wichtigsten Rohstoffe in einem scheinbar anhaltenden Aufwärtstrend. Nicht alle Experten sind sich jedoch sicher, ob es wirklich so weitergeht.
So gehen die Einkaufsspezialisten der Zeitschrift „Technik und Einkauf“ davon aus, dass die Preise in 2010 eher sinken denn steigen werden. Sie halten die sich abzeichnende Erholung der Wirtschaft in den Rohstoffpreisen bereits als vorweggenommen. Mit deutlichen Korrekturen nach unten sei zu rechnen. Damit gehen sie konform mit den Analysten der Commerzbank, die das Steigen der Metallpreise für losgelöst von den relativ schwachen Fundamentaldaten halten und es eher auf starke Investmensts an den Finanzmärkten in diesem Bereich zurückführen. Eine wichtige Rolle wird auch 2010 wieder China auf den Metallmärkten spielen. Nach den beispiellosen Metallkäufen im vergangenen Jahr sitzen die Chinesen nun auf Beständen, die erst abgebaut werden müssen. Bereits in den letzten Monaten wurde deutlich weniger bestellt, was die Bestände in vielen Lagerhäusern nach oben trieb. Angespornt durch die guten Preise haben außerdem haben viele Erzeuger Ihre Kapazitäten ausgeweitet und alte Anlagen wieder entmottet. Damit wird noch mehr Angebot entstehen..
All das sollte nach Ansicht der Spezialisten zumindest für eine Preisdelle in den kommenden Monaten reichen. Mehr dazu auch hier.
