25.11.2008
Web 3.0 – Was soll das sein?
Web 1.0 ist das, was die meisten von uns noch machen. Man sucht in Suchmaschinen, besucht Websites und nutzt das Netz vor allem als Konsument von Informationen. So machen wir das normalerweise alle, auch heute noch.
Das Web 2.0 wird umgangssprachlich als „Mitmachweb“ bezeichnet. Es geht davon aus, dass die Nutzer auch Inhalte einbringen zum Beispiel in Foren, Blogs, Beurteilungen oder sogenannten Communitys von denen einige wie Xing oder Linkedìn auch in die Businesswelt Eingang gefunden haben.
Web 3.0 schließt dann eigentlich an das Web 1.0 an. Es lässt das Mitmachelement weitgehend außen vor und sieht sich als Durchbruch im gegenseitigen Verstehen von Informationsanbieter und Info-Nachfrager. Sie kennen das Problem: Nur wenige Resultate auf den ersten Ergebnisseiten treffen wirklich das, was wir suchen. Dazu sind wir schon so konditioniert, dass wir in eine Suchmaschine nicht „Was kostet ein I-Phone“ eingeben sondern „ i-phone preis“. Internetanwendungen die sich den Stempel Web 3.0 aufdrücken versuchen genau diese semantische Spalte zwischen Mensch und Internet aufzuheben. Dazu sind Systeme notwendig die einerseits die Anfragen der Nutzer besser interpretieren und andererseits in höherem Maße herausfinden, um was es auf einer Website wirklich geht, was das Thema ist und welchen Zweck die Seite hat.
Bisher konnten wir vom Web 3.0 noch nicht viel sehen. Alle Versuche, eine wirklich funktionierende semantische Suche aufzubauen waren bis heute von wenig Erfolg gekrönt. Da mittlerweile aber auch alle „Großen“ im Internet wie Google oder Microsoft stark an diesem Thema arbeiten wird es nur eine Frage der Zeit sein, bis etwas Spürbares passiert. Experten erwarten aber nicht die große Offenbarung in Form einer neuen Suchmaschine sondern viele kleine Schritte, die das Suchen im Netz in den kommenden 5 Jahren verändern wird. Uns Nutzern und vor allem uns Einkäufern kann das nur Recht sein, denn bessere Suchergebnisse machen uns das Tagesgeschäft ein gutes Stück einfacher.
