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05.11.2008

Google ein Konkurrent für SAP ?

Vielleicht haben Sie es gehört: Google hat einen eigenen Browser namens „Chrome“ entwickelt und diesen kostenlos zum Download zur Verfügung gestellt. Nach ersten Erfahrungen der Usergemeinde ist Chrome gut aufgebaut und sehr performant. Dabei ist er außerordentlich stabil. Stürzt eine Anwendung ab, reißt sie nicht gleich den ganzen Browser mit.

Dabei geht es dem Suchmaschinengiganten weniger darum, einen neuen Browserkrieg vom Zaun zu brechen, sondern darum, nun richtig in den Software-as-a- Service-Markt (SaaS) einzusteigen, bzw. diesen richtig ins Rollen zu bringen. Dabei soll Software nicht mehr auf dem eigenen PC vorgehalten werden, sondern als Service für die Dauer der Arbeit über das Internet zur Verfügung gestellt werden. Die Aussichten für SaaS sind überaus gut. Experton Group und IDC prognostizieren starkes Wachstum in den nächsten Jahren. Technisch sieht es so aus, dass die Business-Software zentral betrieben, gewartet und den Kunden zur Verfügung gestellt wird. Die dazugehörigen Applikationen werden als Service bereitgestellt und nach Bedarf genutzt. Entsprechend günstiger kann das insgesamt werden, denn die Abrechnung erfolgt nach Nutzung. SaaS ist übrigens nicht neu. Google bietet momentan mit Apps Professional Edition ein Komplettpaket für Unternehmen an, das eMail, Kalender und Instant Messaging sowie ein Bürosoftware-Paket für Textverarbeitung und Tabellenkalkulation kombiniert. Auf der Kundenliste stehen bspw. General Electric, Capgemini, und L’Oreal. Salesforce.com vertreibt seine Kundenbindungssoftware bereits seit Jahren auf diese Weise.

Auch Microsoft, SAP und andere haben nachgezogen. In der Planung sind ERP-, CRM- und Projektmanagementsysteme. Dabei scheint Performance das entscheidende Kriterium zu sein mit dem einige Anbieter noch ihre liebe Not haben.  Experten schätzen die Entwicklung als so kraftvoll ein, dass sich innerhalb von 5-10 Jahren deutliche Veränderungen auf dem Softwaremarkt abzeichnen.