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11.6.2008

Ergebnisse der IWH-Industrieumfrage

Das Geschäftsklima im Verarbeitenden Gewerbe Ostdeutschlands hat sich aufgehellt. Darauf verweisen die Ergebnisse der IWH-Industrieumfrage vom Mai unter rund 300 ostdeutschen Unternehmen. Der Saldo der Geschäftslage stieg seit der letzten Umfrage um drei Punkte und der Saldo der Geschäftsaussichten um vier. Die Unternehmen aus allen Sparten bewerten ihre aktuelle Lage positiver als im März.

Unter den Konsumgüterproduzenten wuchs der Anteil von Unternehmen, die ihre Lage mit „gut“ bewerten, um zehn Prozentpunkte, und der Anteil der „eher schlechten“ und „schlechten“ Einschätzungen sank um fünf Prozentpunkte.
Die Aussichten bis zum Herbst schätzen die Unternehmen mehrheitlich ebenfalls günstiger ein als im März. Skeptischer als in der vorherigen Umfrage sind allerdings die Produzenten von Vorleistungsgütern. Auch große Unternehmen mit 250 und mehr Beschäftigten haben ihre Erwartungen gedämpft. Mit Ausnahme der Hersteller von Investitionsgütern bleiben aber sowohl die Urteile zur gegenwärtigen Lage als auch zu den Aussichten deutlich hinter den Vorjahreswerten zurück. Bereinigt um saisonale Einflüsse zeigt sich seit Ende des ersten Quartals 2008 ein leichtes Auseinanderdriften von Lagebewertung und Erwartungen in der ostdeutschen Industrie.

Während sich die Beurteilung der Geschäftslage geringfügig verschlechtert, bleiben die Geschäftserwartungen auf einem hohen Niveau relativ stabil. Nahezu euphorische Umfragewerte geben die  Hersteller von Investitionsgütern ab. Die Unternehmen der Sparte sind rundum optimistisch: 96 Prozent melden „gute“ und „eher gute“ Produktionsaussichten, keines meldet eine schlechte Auftragslage oder schlechte Erwartungen in Bezug auf die Erträge.

Im Kontrast dazu setzt sich der Abwärtstrend bei den Herstellern von Vorleistungsgütern fort. Zwar bewerten die Chemieunternehmen und die Hersteller von Metallerzeugnissen ihre Lage wieder besser als im März, im Vergleich zur Situation vor einem Jahr aber deutlich schlechter. Auch in ihren Geschäftserwartungen bleiben sie weit hinter dem Vorjahresstand zurück.

Die Urteile der Unternehmen des Konsumgütergewerbes bewegen sich auf dem Niveau vorangegangener Umfragen. Die geringfügig verbesserte Einschätzung der Lage ist vor allem auf die Unternehmen der Möbel und Schmuckhersteller und das Ernährungsgewerbe zurückzuführen, die gegenüber März eine Aufhellung melden. Auch hinsichtlich der Geschäftsaussichten herrscht in den beiden Gruppen derzeit wieder etwas mehr Optimismus.