09.6.2008
Exportwachstum übertrift die Erwartungen
"Die aktuellen Zahlen zum deutschen Außenhandel belegen, dass die deutsche Wirtschaft international sehr gut aufgestellt ist. Trotz des hohen Euro-Dollar-Kurses und immer neuen Rekorden in der Energiepreisentwicklung behaupten sich die deutschen Exporte auf den Weltmärkten." Das sagte Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes des Deutschen Groß- und Außenhandels, heute in Berlin anlässlich der Veröffentlichung der Außenhandelszahlen durch das Statistische Bundesamt.
Die heute veröffentlichten April-Zahlen weisen ein Exportwachstum von 13,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat aus. Damit erreichen die Exporte mit 89,8 Milliarden Euro ein neues Rekordniveau. Auch die Importe stiegen mit 11,7 Prozent um einen zweistelligen Betrag an und erreichten 71 Milliarden Euro. Der größte Zuwachs konnte dabei bei den Exporten in Drittländer verzeichnet werden, die um 18,4 Prozent anstiegen, während das Exportwachstum in Länder der Eurozone mit 10,8 Prozent am geringsten ausfiel. Auf der Importseite verzeichneten die Einfuhren aus den Ländern der Nicht-Eurozone mit 14,8 Prozent den höchsten Zuwachs.
"Die Investitionsgüter dominierte deutsche Wirtschaft profitiert auch von der Entwicklung auf den Energiemärkten. So führen die Petro- und Rohstoffdollar zu immer neuen Investitionsprogrammen in Schwellenländern. Diese bereiten sich konse-quent durch die Diversifizierung ihrer Wirtschaften auf die Zeit nach dem Öl vor. Von dieser Nachfrage nach Investitionsgütern profitiert gerade auch die deutsche Wirtschaft.
