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06.5.2008

Einkaufsmanager-Index bei 56.3 Punkten

Der NTC/BME Einkaufsmanager-Index (EMI), Ausgabe 5/08,  sank im Berichtsmonat April um 1.5 Punkte. Hohe Stahlpreise sowie die starke Nachfrage nach Energie und Mineralöl führten zu einem deutlichen Anstieg der Einkaufspreise. Um die Gewinnmargen aufrecht zu erhalten, erhöhten die Unternehmen ihre Verkaufspreise. Mit 56.3 Punkten notierte der Teilindex "Verkaufspreise" auf dem dritthöchsten Wert seit Beginn der Datenerhebung 2002.

Der starke Außenwert des Euro bremste das Wirtschaftswachstum: Die deutschen Industrieunternehmen verbuchten wegen der nachlassenden Auslandsnachfrage und der Konjunkturschwäche in vielen Exportmärkten - insbesondere den USA - den zweitniedrigsten Auftragseingang seit 36 Monaten. Die Teilindex "Beschäftigung" lag mit 54.2 um 2.3 unter dem Wert aus dem Rekordmonat März, übertraf aber den langjährigen Mittelwert (49.7) deutlich.

Unternehmen aller Industriebranchen steigerten ihre Produktion, um eine Zunahme der Auftragsbestände zu verhindern. Die höchsten Steigerungsraten verzeichneten Investitionsgüterhersteller.

Aufgrund gezielter Lagerabbauprogramme reduzierten die Unternehmen ihre Fertigwarenlager. Verknappungen bei Vormaterialien und Lieferengpässe der Lieferanten führten zu einer erneuten Verlängerung der Lieferzeiten.

Der "NTC/BME Einkaufsmanager-Index" (EMI) ist ein monatlicher Frühindikator zur Vorhersage der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland. Der Index erscheint seit 1996 unter der Schirmherrschaft des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V., Frankfurt. Er wird von der britischen Forschungsgruppe NTC Research, Henley-on-Thames, erstellt. Der Index beruht auf der Befragung von 500 Einkaufsleitern/Geschäftsführern aus der verarbeitenden Industrie in Deutschland (nach Branche, Größe und Region repräsentativ für die deutsche Wirtschaft ausgewählt). Der EMI orientiert sich am Vorbild des US-Purchasing Manager´s Index (PMI).