01.8.2007
RFID: Draufzahlen kommt in Mode
Die Fachhochschule Gießen-Friedberg befragte 83 Firmen aus Handel, Industrie und Dienstleistungen zu ihren Plänen im Bereich RFID und kam zu einem paradoxen Ergebnis: Kaum einer erwartet sich Einsparungen, aber jeder will es ausprobieren. Das erinnert an die erste E-Procurement-Welle, die auch von wenig Hoffnung aber großen Absichtserklärungen getragen war und sich dann nur langsam aber im Ergebnis doch nachhaltig entwickelte.
Dreh- und Angelpunkt der Bedenken gegen die neue RFID-Technologie sind die hohen Preise für die Tags und die Hardware. Hier sollten die Hersteller noch nachbessern. Außerdem mindert die momentan geringe Verfügbarkeit der Technologie den praktischen Nutzwert. Trotzdem haben 18% bereits RFID-Systeme zumindest in Teilbereichen am Laufen und 61 % Pilotprojekte definiert oder befinden sich im Prozess der Beratung. Die Einsatzgebiete für RFID werden überwiegend im Bereich der Warenidentifikation (69 %) und der begleitenden Information zum Warenstück (55 %) gesehen. Neben dem Ersatz der Barcode-Identifizierung ist auch die Verbesserung der Sicherheits- und Kontrollmechanismen von Bedeutung.
