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02.4.2008

Opt-in-Pflicht bedroht RFID

RFID nimmt als Technologie mittlerweile auch in der Praxis richtig an Fahrt auf und gilt als besonders förderungswürdig. Während die Ampeln bis her überall auf Grün standen scheint jetzt die Europäische Kommission der Euphorie nun einen echten Dämpfer verpassen zu wollen. Dieser Dämpfer äußert sich in einer Guideline, die noch in diesem Monat zu Ende diskutiert sein soll.

Dabei geht es um den Datenschutz ab der Stelle, an der das mit einem RFID-Tag versehene Produkt die Schwelle vom Handel zum Vebraucher überschreitet. Der Handel soll gezwungen werden, den RFID-Chip zu löschen, bevor der Kunde das Produkt ausgehändigt bekommt, außer der Kunde willigt ausdrücklich ein. Damit wäre die Situation ähnlich wie bei E-Mail-Newslettern, für die Abonnenten auch ausdrücklich bestätigen müssen, dass sie diese erhalten wollen. 

Für die Europäische Konsumentenorganisiation BEUC in Brüssel ist die Sache insoweit klar, als dass es dem Konsumenten nicht zugemutet werden kann, sich selbst gegen die Auswirkungen einer Technologie zu schützen, die er nicht bestellt hat. Die großen Handelsketten gehen davon aus, dass sich RFID wohl nicht in dem Maße durchsetzen wird wie angenommen und wohl keine Chips auf Konsumgüter kommen, wenn es zur Opt-in-Pflicht kommen sollte.