14.3.2008
Continental weist Spekulationen zurück
Die Continental AG, Hannover, meldet, dass die Integration von Siemens VDO in den Konzern "überzeugend" verläuft. „Wir werden unsere Erfolgsserie fortführen“, betonte der Continental-Vorstandsvorsitzende Manfred Wennemer am 13. März in Hannover. „Wir lagen in den ersten zwei Monaten bei Umsatz und Ergebnis klar über unseren Plandaten und weit über Vorjahr. Wir bestätigen unseren Ausblick: Gesamtumsatz von mehr als 26,4 Milliarden Euro. EBIT-Marge vor Abschreibungen auf Vermögenswerte aus der Kaufpreisallokation (PPA) sowie Restrukturierungs- und Integrationsaufwendungen von mehr als 9,3 Prozent. Außerdem setzen wir unsere höchste Priorität auf den Schuldenabbau, dabei werden wir unseren starken Free Cashflow wie geplant einsetzen.“
Wennemer bekräftigte, dass Continental die durch Akquisition von Siemens VDO eröffneten enormen Wertschaffungspotenziale konsequent heben werde. „Wir erwarten unverändert mehr als 300 Millionen Euro Synergieeffekte ab 2010. Im laufenden Jahr werden wir wie angekündigt die Integrationsprojekte angehen und abarbeiten. Darüber hinaus planen wir Restrukturierungen. Diese werden insbesondere die Division Powertrain betreffen, in der wir erhebliches Optimierungspotenzial erkannt haben. Der Restrukturierungsbedarf bewegt sich absolut im gesetzten Rahmen, so dass sich die Integrations- und Restrukturierungskosten 2008 und 2009 wie erwartet insgesamt im unteren dreistelligen Millionenbereich bewegen werden.“
Der Continental-Vorstandsvorsitzende wies darauf hin, dass insbesondere die Division Powertrain über eine Vielzahl hoch innovativer Produkte mit besten Wachstums-Chancen in der Zukunft verfügt: „Je höher der Ölpreis und die Kraftstoffkosten steigen, desto besser die Absatzchancen zum Beispiel für hoch effiziente Einspritztechnologien, Turbo-Charger oder Hybridsysteme.“
Wennemer betonte, dass aktuelle Spekulationen über angebliche Nachverhandlungen der Siemens VDO-Transaktion jeglicher Grundlage entbehren: „Wir sehen angesichts der uns vorliegenden Daten und Fakten derzeit keinen Grund für einen solchen Schritt! Das mit dem Zukauf erschlossene Potenzial ist enorm! Wir werden wie bei den voran gegangenen Zukäufen beweisen, dass wir die Kunst der Wert schaffenden Integration absolut beherrschen.“
Der Continental-Konzern gehört mit einem anvisierten Umsatz von mehr als 26,4 Milliarden Euro im Jahr 2008 weltweit zu den führenden Automobilzulieferern. Das Unternehmen ist Anbieter von von Bremssystemen, Systemen und Komponenten für Antrieb und Fahrwerk, Instrumentierung, Infotainment-Lösungen, Fahrzeugelektronik, Reifen und technischen Elastomerprodukten. Das Unternehmen beschäftigt derzeit rund 150.000 Mitarbeiter an nahezu 200 Standorten in 36 Ländern. Im Zusammenhang mit der Restrukturierung hatte Continental im Februar 2008 die Entlassung von 2.500 Mitarbeitern angekündigt.
