e-procurement: Die Zweite Welle rollt (01.7.2006)
Spitzenwerte erreicht das e-Business-Barometer 2006/07. In keinem Jahr war das Investitionsklima im Bereich e-Business so gut wie heuer. Über 70% der 6000 befragten Firmen gaben an, dass e-Business in Ihrem Unternehmen schon heute hohe bis sehr hohe Relevanz für Wettbewerbsfähigkeit und Unternehmenserfolg habe. Für 78% ist es Teil des Tagesgeschäftes. Erfreulicherweise investieren in Zukunft auch kleinere Unternehmen stark in die entsprechende Technik.
Gute Nachrichten auch von anderer Seite: Der Bund für Materialwirtschaft und Einkauf BME will nach eigener Untersuchung herausbekommen haben, dass so etwas wie eine zweite Welle beim eProcurement läuft. Dabei glauben nur noch 14% ohne elektronische Kataloge und 25% ohne eSourcing-Lösungen auskommen zu können. Die hohe Akzeptanz verwundert aber nicht, denn immerhin sinken durch eProcurement-Maßnahmen die Prozesskosten um 15-30 % und die Einstandpreise um durchschnittlich 10%.
Wie es scheint läuft die zweite Welle auch in den USA. Nach Informationen der Aberdeen Group planen zwei Drittel der großen Unternehmen über 300000 USD in das elektronische Supply Chain Management zu investieren, 35% sogar über 1 Mio. Dollar. Überraschenderweise ist die größte Motivation dafür gar nicht die Kostenersparnis (nur bei 28% der befragten Unternehmen) sondern die Aussicht, Kundenauftrage effizienter zu bewältigen und profitablen Umsatz aufzubauen (72%).
