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Dabei sein ist nicht alles

Spezialisierte Unternehmensberatungen bieten professionelle Unterstützung vom Sourcing in China bis hin zur Konfliktberatung

Neben den großen international aufgestellten Consultingfirmen wie Deloitte, Ernst & Young, PricewaterhouseCoopers und Roland Berger bieten auch viele kleinere Beratungshäuser Unterstützung beim Einkauf in China an. „Alles ist möglich, aber nichts ist einfach“, sagt Ingo Becker. Der Unternehmensberater lebt und arbeitet in Peking. Er hat sich mit 50 Prozent an einer Gießerei in Peking und an einer Fabrik für technische Kunststoffteile in Jiangmen beteiligt.

Dabei sein ist nicht alles
Quelle: MDM Münzhandels­gesellschaft mbH

Es ist eines von zahlreichen kleineren Beratungsunternehmen, die wertvolle Unterstützung im Chinageschäft geben. Für fast alle Teile, die in Europa mit einem hohen Stücklohn gefertigt werden, bieten chinesische Anbieter eine Alternative. „Man kann in China grundsätzlich alles kaufen, sollte aber einen ortsansässigen Partner haben, um die Prozesssicherheit zu garantieren“, empfiehlt Ingo Becker.

Einkaufsreisen nach China

Dass China-Geschäfte nicht immer reibungslos ablaufen, ist für die Consultingfirmen alltägliche Erfahrung. Dr. Barbara Geldermann von China- Transfer, Berlin, sieht für den Mittelstand derzeit die drei Felder Konfliktmanagement, Beschaffungsmarkt und Entsendung von Mitarbeitern als wichtigste Themen. „Ein Großteil des Mittelstandes ist bereits vor Ort in China tätig und unternimmt zumindest Einkaufsreisen. Der Vorbereitung auf die kulturellen Unterschiede wird jedoch zu geringe Wichtigkeit beigemessen, was zu Konflikten mit chinesischen Partnern führen kann“, so die Expertin von China-Transfer.

Das Thema Entsendung ist für deutsche Firmen interessant, die vor Ort eine Präsenz etablieren und deutsche Manager in das asiatische Land schicken. „China wird als guter Meilenstein im Lebenslauf angesehen, zieht jedoch nicht unbedingt die Leute an, die in China erfolgreich sein können“, berichtet Dr. Barbara Geldermann. Für die deutschen Beratungskunden bleibt das Thema Beschaffungsmarkt brandaktuell.

Dabei geht es neben der Suche nach dem besten Produkt zum günstigsten Preis um die Mechanismen der Qualitätssicherung und des Lieferantenmanagements. „In China herrschen zum Teil andere Gesetzmäßigkeiten bei der Sicherung der Lieferkette. Fehlende Kenntnis des Marktumfeldes kann zu schlechter Lieferperformance führen und gefährdet damit den wirtschaftlichen Erfolg der Beschaffungstätigkeit in China. Die Preise in China steigen stetig an, Inflation, höhere Löhne und geänderte Steuergesetze führen zu Kostensteigerung im Beschaffungssegment“, sagt Dr. Geldermann.

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