Städte machen Ernst
London geht als erste Metropole in Europa rigoros gegen die Luftverschmutzung durch ältere Nutzfahrzeuge vor
Seit Februar gilt in ganz London die so genannte LEZ: Low Emmission Zone. Sie ist bisher die größte Umweltzone, in der bestimmte Kraftfahrzeuge nicht mehr fahren dürfen. Mit Ausnahme einiger Autobahnabschnitte wurde das Londoner Stadtgebiet zur Umweltzone für dieselbetriebene Nutzfahrzeuge deklariert. Schrittweise führt die Stadt ab diesem Jahr eine Umweltzone ein.
Damit soll die Luftqualität besser werden. Alle Fahrzeuge über zwölf Tonnen sind heute schon von den Regelungen betroffen. Ab dem 7. Juli greifen sie auch für Lkw über 3,5 Tonnen und Busse. 200 Pfund pro Tag kostet es, wenn Fahrzeuge, die die geforderte Abgasnorm nicht erfüllen, in die Umweltzone einfahren. Wer die Strafgebühr nicht bis zum nächsten Werktag nach der Fahrt bezahlt, muss sogar mit einer Strafe von bis zu 1.000 Pfund rechnen.
Auch in Deutschland kann eine bestehende Fahrzeugflotte nicht mehr überall ohne Bedenken zum Einsatz kommen. Beim Neukauf eines Transportfahrzeuges ist es wichtig, auf die Erfüllung der Abgasnorm zu achten.

Beim Kauf eines neuen oder gebrauchten Transporters kommt es auf die Abgaswerte an; Quelle: VCD
Nach Einrichtung der Umweltzonen in Berlin, Köln und Hannover zum 1. Januar 2008 dürfen Fahrzeuge ohne eine rote, gelbe oder grüne Plakette nicht mehr in die betroffenen Innenstädte fahren – es sei denn, die Halter verfügen über eine Ausnahmegenehmigung.
In der lediglich 300 Meter langen Dortmunder Umweltzone, die seit dem 23. Januar besteht, dürfen Fahrzeuge sogar nur mit gelber und grüner Plakette einfahren. Im März sind acht weitere Städte in Baden-Württemberg nachgezogen, darunter Stuttgart, Mannheim und Tübingen. Neu-Ulm, Augsburg, und München folgen voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2008.
