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Biomax löst sich auf

Neue Materialien und Schutzfunktionen von Verpackungen fördern den Absatz

Normalerweise sollte eine feine Lindt-Pralinenschachtel nicht geöffnet im Regen stehen. Zumindest nicht solange noch Konfekt in ihr liegt. Kommt sie aber nach der Leckerei in einen Schauer, so hätte Mister M vom MI6 seine Freude daran. Denn eine Stunde später hätte sich der Konfektträger ohne weiteres Zutun aufgelöst.

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Der Biokunststoff löst sich bei Regen in einer Stunde auf; Quelle: Plantic Technologies

Der Träger der süßen Köstlichkeit besteht aus einem modernen Biokunststoff, der sich unter Wassereinfluss in Stundenfrist auflöst beziehungsweise im Kompost mit Bodenorganismen nach einer Woche komplett in CO2 und Wasser zersetzt wird. Diesen Biokunststoff entwickelt hat die auf stärkebasierte Biopolymere spezialisierte australische Firma Plantic Technologies Ltd. (www.plantic.com.au).

Nach deren geschützter Technologie können auf Basis von Maisstärke mit hohem Amylosegehalt verschiedenste Verpackungen hergestellt werden. In Frage kommen dafür Verpackungen, die während ihres Produktlebens im Regelfall nicht mit Wasser in Berührung kommen. Das Material ersetzt die bei weitem nicht so umweltverträglichen Grundstoffe aus synthetischen Polymeren.

Biokunststoffe auf der interpack 2008

Seit 2007 kooperiert die kleine australische Firma mit dem Großkonzern DuPont (www.dupont.de) bei der Weiterentwicklung von stärkebasierten Biokunststoffen für Verpackungsanwendungen. Für die nach der Plantic-Technologie hergestellten Spritzgieß-Granulate auf Stärkebasis wurde der Markenname Biomax eingeführt und von DuPont weltweit außer in Australien und Neuseeland vertrieben. Gemeinsam soll das Portfolio über die bisherigen Produkte hinaus erweitert werden.

Der Big Player DuPont führt damit sein breites Wissen über Kunststoffe mit dem innovativen, stärkebasierten Verfahrens-Knowhow von Plantic zusammen. DuPonts übergeordnetes Ziel solcher strategischen Partnerschaften im F&E- Bereich ist es, im Jahr 2015 seinen Umsatz mit Produkten auf der Basis erneuerbarer Rohstoffe auf acht Milliarden US-Dollar zu verdoppeln.

Bereits auf der interpack 2005 waren Biokunststoffe ein Besucher- und Medienmagnet. In diesem Jahr findet während der interpack 2008 die Sonderschau „Bioplastics in Packaging“ in der Halle 7a statt. Plantic Technologies ist dort am Stand D14 und DuPont bei E19 zu finden.

Insgesamt sind 40 Unternehmen auf 1.000 Quadratmetern präsent, um Verpackungen aus nachwachsenden Rohstoffen, Grundstoffe, Halbzeuge, Produkte, Verfahren, Maschinen und Dienstleistungen der Biokunststofftechnologie zu zeigen.

Weitere wichtige Themen der diesjährigen interpack sind Prozesse und Maschinen für das Verpacken, Packstoffe, Packmittel und Packmittelherstellung, Prozesse und Maschinen für Süß- und Backwaren, Dienstleistungen, Qualitätssicherung und Verbraucherschutz. Die Messe ist von 10 bis 18 Uhr geöffnet und wurde 2005 von knapp 176.964 Besuchern aus 106 Ländern aufgesucht.

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